Äußere Anwendung

Mineralstoffe nach Dr. Schüßler kommen äußerlich als Bäder, Waschungen, Umschläge, Brei, Salben, Tropfen oder Zäpfchen zur Anwendung.

Die beste Wirkung erzielt man in Kombination der inneren Einnahme und der äußeren Anwendung.

"In den Krankheitsfällen, wo eine äusserliche Applikation möglich ist, also bei Quetschungen, Verbrennungen, Frostbeulen, Wildfleisch, Augenentzündungen, usw. ist neben dem inneren Gebrauch die äussere Anwendung sehr zweckdienlich."

Dr. Schüßler, Abgekürzte Therapie

Baden in Schüßler Salzen

Bei entsprechenden Beschwerden löst man die dafür notwendigen Mineralstoffe im Badewasser auf. Die Badetemperatur sollte dabei max. 37 °C betragen, Badedauer: ca. 10 Minuten.

Empfehlung:

  • Vollbad: 10 - 20 Stück Tabletten je Mineralstoff
  • Teil-, Sitzbäder: ca. 10 Stück je Mineralstoff
  • Ganz-, Teil- oder Kopfwaschungen: 5 Stück je Mineralstoff

Waschungen mit Mineralstoffen

Man löst die notwendigen Mineralstoffe in einer Schüssel mit Wasser auf. Mit einem Tuch oder Waschlappen kann man dann die gewünschten Körperstellen sanft waschen. Waschungen der Kopfhaut können den Haarwuchs unterstützen.

Äußere Anwendung von Schüssler-Salzen - Gesellschaft für Biochemie nach Dr. Schüssler

Auflegen von Mineralstoffen

Werden die Mineralstoffe in Wasser aufgelöst, kann man diese über die Haut aufnehmen. Verwenden Sie Tupfer, Mullbinden oder Tücher (Wickel), die mit wirkstoffhaltigem Wasser getränkt sind. Für trockene Augen kann man Lidkompressen verwenden. Dafür taucht man Wattepads in die Mineralstofflösung und legt diese möglichst feucht für ca. 15 Minuten auf die geschlossenen Augen.

Anwendung als Brei

Die benötigen Mineralstofftabletten werden mit wenig Wasser so angerührt, dass ein homogener Brei entsteht. Dieser Brei wird dick auf die Hautstelle aufgetragen und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt, um einer Austrocknung vorzubeugen. Nach 10 bis 15 Minuten den Brei mit lauwarmem Wasser wieder abnehmen. Es empfiehlt sich, die Anwendung mehrmals hintereinander durchzuführen.

Anwendungsbeispiele:

Erste Hilfe bei Verletzungen: Nr. 3 Ferrum phosphoricum - schmerz- und blutstillend;

Verbrennungen: viel von Nr. 8 Natrium chloratum, wenig von Nr. 3

Bluterguss: Nr. 11 Silicea als Hauptmittel, Nr. 3 zusätzlich zur Schmerzlinderung

Die Stückzahl richtet sich nach der Größe der Verletzung.

 

Anwendung als Zäpfchen

Magistral zubereitete Zäpfchen mit Schüßler Salzen sind eine wertvolle Ergänzung zur Einnahme. Die Mineralstoffe können direkt an Ort und Stelle ihre Wirkung entfalten.

Anwendungsbeispiele: Fieber, Scheidentrockenheit, Hämorrhoiden

Für die Zubereitung der Zäpfchen finden Sie in ihrer Apotheke eine wichtige Unterstützung. In der Adler Apotheke in Zell am See können diese direkt bestellt werden.

Nasentropfen

Viele Schüßler Anwender sind es gewohnt, sich Nasentropfen, z.B. für Schnupfen, selbst herzustellen. Bitte beachten Sie dabei entsprechende Hygienemaßnahmen und die geringe Haltbarkeit der Tropfen.

Zubereitung:

  • Ca. 40 ml frisch abgekochtes Wasser für ca. 20 ml Nasentropfen, insgesamt zwischen 5 bis max. 8 Schüßler Tabletten ins Wasser geben
  • 3 bis 5 Minuten stehen lassen
  • abfiltrieren und in eine kleine Glasflasche mit Pipette geben.

Anwendung:

So oft wie möglich eintropfen, bringt eine wesentliche Erleichterung.

Sie können sich die Nasentropfen auch in der Apotheke herstellen lassen.

Wichtige Mineralstoffe für die Nase:

Nr. 8 Natrium chloratum: baut die Schleimhaut auf, bei wässrigem, glasklarem Sekret

Nr. 12 Calcium sulfuricum: schleimlösend, bei verstopfter Nase

Für die genaue Zusammensetzung der passenden Mineralstoffe wenden Sie sich gerne an unsere ausgebildeten Fachberater.

Salben, Gele, Cremegele

Es gibt von den Schüßler Salzen Nr. 1 bis Nr. 12 jeweils einzelne Salben und Cremegele, in denen die hochverdünnten Mineralstoffe eingearbeitet sind. Diese können auch untereinander gemischt werden. Die beste Wirkung erzielt man durch ein mehrmaliges hauchdünnes Auftragen und Einmassieren.

Für eine Anwendung für die Nacht kann ein messerrückendicker Belag auf die betroffene Hautpartie aufgebracht werden. Dieser wird durch einen Verband abgedeckt und täglich nach Bedarf erneuert.

Auf eine gereinigte offene Wunde kann entweder ein Brei aus den Tabletten oder eine Salbe aufgetragen werden. Der Fettanteil der Salbe ermöglicht einen elastischen Wundrand und damit ein besseres krustenfreies Heilen.

Bei akuten Fällen sind Cremegele (höhere Wasseranteil) zu bevorzugen. Mit der Lipidkomponente (Fettkomponente) entsteht eine Wasser in Öl Emulsionssalbe. Auch hier ist die Abgabe des Mineralstoffes gewährleistet, da beim Auftragen der Salbe auf die Haut die Emulsion den wasser- und mineralstoffhältigen Anteil freigibt.

Anwendung der Mineralstoffe als Cremegele und Salben

Nr. 1 - Calcium fluoratum

Gewebeverhärtungen, Narbengewebe, verhärtete Lymphknoten, Drüsen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Bänderschwäche (Schlottergelenke), Haltungsschwäche, Gelenksbeschwerden, Hornhaut, Schrunden, Risse, Nagelverwachsungen, Nagelbetteiterungen, ...

Nr. 2 - Calcium phosphoricum

Muskelkrämpfe, Muskelspannungen, Verspannungen im Nacken, Spannungskopfschmerz, bellender Husten vor allem bei Kindern, bei unruhigem Herzschlag (Brustkorb), übermäßige Schweißbildung, Knochenbrüche, Schmerzen in alten Knochenbrüchen, ...

Nr. 3 – Ferrum phosphoricum

„Erste Hilfe“, Verletzungen, Prellung, Zerrung, Entzündungen, pulsierendes Pochen, Rötung, Hitze, Schwellung, Abschürfungen, Gelenksentzündungen, akute Schmerzen, Sonnenbrand, Verbrennungen (in Verbindung mit der Nummer 8), ...

Nr. 4 – Kalium chloratum

Husten, Hautgrieß, Couperose, Besenreiser, Krampfadern, Verklebungen, Verwachsungen, Abklingen von Entzündungen der Sehnenscheiden und der Schleimbeutel, ...

Nr. 5 – Kalium phosphoricum

Schlecht heilende Wunden, übelriechende Geschwüre, nekrotische Wundränder, Gewebsquetschungen (in Verbindung mit Nr. 4), Folgen von Überanstrengung (Tennisarm, Golfschulter), schwere Erschöpfungen in Muskeln, Überanstrengung des Herzens, Lähmungen

Nr. 6 – Kalium sulfuricum

Hautschuppen. Hautpflege, Altersflecken, Pigmentflecken, eitrig-schleimige Absonderungen (Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte), Muskelkater, Druckgefühl im Oberbauch, bräunlichgelblicher Schleim aus der Nase (Nasentropfen), bei Auftreten von bräunlich-gelbem Schleim im Bereich der Nase, Ohren, Neben-, Stirn- und Kieferhöhlen äußerlich auftragen, ...

Nr. 7 – Magnesium phosphoricum

Blitzartige, schießende, rasch die Stelle wechselnde Schmerzen (vor allem bei Koliken: Nieren-, Galle- oder Blasenstein, Blähungskrämpfe, Menstruationsbeschwerden), Magenkrämpfe, nervöses Hautjucken, „hektische Flecken“, bei beginnender Migräne (auf Nacken, Stirne und Schläfen auftragen, bei Angina pectoris (Brustkorb) durch unwillkürliche Anspannungen verursachte Durchblutungsstörungen in den Extremitäten.

Nr. 8 – Natrium chloratum

Nässende Hautausschläge, Knorpelprobleme, Sehnen, Bänder, Gicht, Bandscheibenbeschwerden, Insektenstichen (bei heftigen Reaktionen zuerst einen Mineralstoffbrei auflegen),

Nr. 9 – Natrium phosphoricum

Fette Haut, Akne, Pickel, Abszesse (Schweißdrüsenabszesse), Mitesser, geschwollene Lymphknoten, rheumatische Schwellungen (besonders der kleinen Gelenke), schlecht heilende Wunden, ...

Nr. 10 – Natrium sulfuricum

Geschwollene Hände und Füße infolge Verschlackung, Bläschen mit grünlichgelblichem, wässrigem Inhalt, Sonnenallergie, Warzen (in Kombination mit der Nr. 4), Erfrierungen, Leber- und Gallenproblemen.

Nr. 11 - Silicea

Abgekapselte Eiterungen (in Kombination mit Nr. 9), Falten (besonders zur Vorbeugung), Bindegewebsschwäche, Bindegewebsrisse (Vorbeugung in der Schwangerschaft), nervöse Zuckungen, Leistenbruch, Nabelbruch, ...

Nr. 12 – Calcium sulfuricum

Gicht, Rheuma, offene Eiterungen, ...

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